Symphonieorchester Vorarlberg
 

Aus dem Orchestergraben – Wie eine zweite Familie

„1997 bin ich nach Vorarlberg gezogen. Christoph Eberle hörte mich spielen und bot mir an, im SOV mitzuwirken. Ich war erst 17 und wusste damals nicht einmal, dass es dieses Orchester überhaupt gibt – inzwischen ist es zu meiner zweiten Familie geworden,“ lacht Monica Tarcsay. Zusätzlich engagiert sich die vielseitige Geigerin auch im Bayerischen Kammerorchester und in Projekten unterschiedlichster Stilrichtungen. Soeben ist eine Jazz-CD mit Peter Madsens CIA erschienen: Gravity of Love erhielt in der internationalen Fachpresse beste Kritiken.

Demnächst wird sie als Primgeigerin des Geordie Gill Quartetts bei der Uraufführung von Gefährliche Liebschaften, einem Musical Noir des Vorarlberger Komponisten Marcus Nigsch zu hören sein. Premiere ist am 30. April im Kornmarkttheater, die Musik changiert zwischen Alter und Neuer Musik mit Elemen­ten aus Pop- und Filmmusik.

Tarcsay ist in St. Gallen als Tochter ungarischer Emigranten aufgewachsen. Sie hat sich auch viel mit Folklore beschäftigt: mit den Liedern ihrer Großmutter, mit Balkan- oder Appenzeller Volksmusik. Die entscheidende Rolle der Violine in der Musik der Zigeuner führte die kleine Monica schließlich auch zu diesem Instrument. Spätestens nach einem dreimonatigen Studienaufenthalt in Buenos Aires gilt ihre große Liebe aber dem Tango Nuevo Astor Piazzollas. Im Duo Nuevo sowie im Quinteto del Arco Nuevo mit dem Akkordeonisten Goran Kovacevic frönt sie dieser Leidenschaft. Das aktuelle Projekt Alles Tango, oder was? ist dieses Jahr in Vorarlberg, Deutschland und der Schweiz unterwegs. „Für mich sind diese verschiedenen Stilrichtungen eine Inspiration. Jedes Genre dient dem anderen“, erläutert Monica Tarcsay.

Auch im Symphonieorchester Vorarlberg schätzt sie die abwechslungsreichen Programme: „Die Highlights im SOV sind das Arbeiten mit Gérard Korsten, Kirill Petrenko und Ari Rasilainen. Das Niveau ist auf sehr gutem Weg. Ich hoffe, dass wir gut durch die Zeit des Umbruchs kommen und für die Zukunft mit einem klarer ausgearbeiteten Konzept die Qualität nochmals in eine neue Dimension heben können.“





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