Symphonieorchester Vorarlberg
 

Aus dem Orchestergraben – Ein Traum wird wahr

Seit 1994 bestreitet Harald Schele beinah alle Produktionen unseres Orchesters, bei denen eine Tuba vonnöten ist. „Als Jugendlicher war ich mit meinem Vater in einem Konzert im Festspielhaus Bregenz. Seitdem schwärmte ich davon, eines Tages in so einem Saal auf der Bühne zu stehen. Nur wenige Jahre später war es dann soweit, ich durfte als Einspringer im SOV gleich mit einem Tuba-Solo debutieren, der nächste Einsatz erfolgte dann in Wien im berühmten Musikvereinssaal, ein Traum war in Erfüllung gegangen.“
Der im Allgäu Aufgewachsene war ursprünglich auf dem Weg zum Trompeter: „Doch im Blasorchester beneidete ich immer die Tubisten um ihren großen und mächtigen Klang“, lächelt Schele. Heute wohnt der mit einer Geigerin verheiratete zweifache Vater in Lochau. Auch wenn die Tätigkeit im Symphonieorchester nicht annähernd für eine Existenzgrund­lage ausreicht, das Orchesterspiel gehöre zum Musikerdasein dazu, und dafür biete das SOV die interessanteste Aufgabe in der Region. „Hier herrscht ein positiver Geist und viel Enthu­siasmus“, ist er überzeugt. „Bleibt zu hoffen, dass sich auch die Strukturen im Orchester so weiterentwickeln, dass sie die nötige Grundlage für das große Engagement der Musiker bieten können. Toll wäre es, wenn man in der umtriebigen Vorarlberger Kultur­landschaft die österreichische Orchestertradition noch etwas mehr etablieren könnte.“
Harald Schele, der an den Musikschulen Markdorf und Tettnang junge Tubisten ausbildet, pflegt auch das Musizieren in kleinen Gruppen und ist vor allem als Mitglied des Sonus Brass Ensembles bei bis zu achtzig Konzerten pro Jahr auf den großen europäischen Konzertbühnen und bei den renommiertesten Festivals zu Gast. „Es ist ein Vergnügen bei Sonus Brass, dass wir bei interdisziplinären Projekten inzwischen mit den besten Leuten der jeweiligen Branche zusammenarbeiten.“ Und da 2014 nicht nur Scheles Zwanziger im SOV ansteht, sondern auch Sonus Brass ihr 20-jähriges Jubiläum feiern, ist für den Herbst eine Zusammenarbeit dieser zwei personell so eng verwobenen Klangkörper in Planung – und zwar im Festspielhaus Bregenz sowie im Wiener Musikverein. So schließt sich der Kreis zu Harrys Anfängen in unseren Reihen. Chapeau!

Marcus Huemer, Kontrabassist

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