Symphonieorchester Vorarlberg
 

Konzert 1 − Kirill Petrenko setzt Mahler-Zyklus fort

Nach einjähriger Pause kehrt Kirill Petrenko in seine zweite Heimat zurück und setzt mit dem Symphonieorchester Vorarlberg den Zyklus MAHLER 9x9 fort. Unter der Leitung des gebürtigen Russen spielt das Orchester Mahlers 6. Symphonie. Diese führt er im Anschluss auch mit dem Orchester der Bayerischen Staatsoper und den Berliner Philharmonikern auf.

Kirill Petrenko zählt zu den begehrtesten Dirigenten der Welt. Er wurde 1972 in Omsk geboren und studierte dort an der Musikfachschule Klavier. Mit elf Jahren trat er als Pianist zum ersten Mal mit dem dortigen Symphonieorchester öffentlich auf. 1990 übersiedelte die Familie nach Vorarlberg. Petrenko studierte am Landeskonservatorium Feldkirch und konzentrierte sich dann an der Musikuniversität in Wien auf das Dirigieren. Der Ausnahmekünstler ist seit 2013 Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper und der aktuelle „Ring“-Dirigent der Bayreuther Festspiele.

Mit Kirill Petrenko steht beim Auftakt des Abonnementzyklus einer der wesentlichen Dirigenten und Mahler-Interpreten am Pult und wird die 6. Symphonie dirigieren. Die im Sommer 1904 vollendete Symphonie wurde im Mai 1906 in Essen uraufgeführt. Ein Jahr später, bei der Erstaufführung in Wien, fand sich erstmals der Untertitel „Tragische“ auf einem Programmzettel. Das Werk führte lange ein Schattendasein, ehe es nach 1945 von unterschiedlichen Maestri wie Bernstein und Karajan favorisiert wurde.

Mahlers Empfindungen, die er immer wieder dem Publikum gegenüber unterdrücken wollte, sind dank vielfacher Überlieferung bestens bekannt. Seine Frau Alma erinnerte sich später: „So tief fühlten wir diese Musik und was sie vorausahnend verriet…“ Denn die Musik schien die dramatischen Ereignisse seines eigenen Lebens vorauszuahnen: Der Tod seiner fünfjährigen Tochter Maria Anna, die von antisemitischen Angriffen begleitete Demission in Wien und die Diagnostizierung seines letztlich zum Tod führenden Herzleidens.

Im ersten Teil der drei Konzerte gelangen die Rückert-Lieder zur Aufführung. Gustav Mahler vertonte eine ganze Reihe der stimmungsvollen Lieder des österreichischen Komponisten Friedrich Rückert für Mezzosopran und Orchester. Neben „Blicke mir nicht in die Lieder!“, „Ich atmet’ einen linden Duft“, „Ich bin der Welt abhanden gekommen“ und „Um Mitternacht“ wird auch das innige Lied „Liebst du um Schönheit“ zu hören sein. Dieses war im August 1902 als privates Geschenk Mahlers an seine Frau Alma gedacht. Die Rolle der Solisten übernimmt bei diesem Konzert die die international erfolgreiche Mezzosopranistin Stella Doufexis. Die Deutsch-Griechin ist sowohl auf der Opernbühne als auch auf dem Konzertpodium eine der gefragtesten Sängerinnen ihres Fachs.

September 2014: Konzert 1
Freitag, 19. September 2014, 20 Uhr, Franziskaner Konzerthaus, Villingen-Schwenningen
Samstag, 20. September 2014, 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz
Sonntag, 21. September 2014, 19.30 Uhr, Festspielhaus Bregenz

Kirill Petreko | Dirigent
Stella Doufexis | Mezzosopran

Gustav Mahler | Rückert-Lieder
Gustav Mahler | Symphonie Nr. 6 a-moll „Tragische“

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