Symphonieorchester Vorarlberg
 

Konzert 2

montforthaus feldkirch: Sa 3. dez 2016, 19.30 h
festspielhaus bregenz: So 4. dez 2016, 19.30 h
Gérard Korsten • Dirigent
Anika Vavic • Klavier
Krzysztof Penderecki • Serenade (1997)
Sergei Rachmaninoff • Rhapsodie über ein Thema von Paganini op. 43
Pjotr Iljitsch Tschaikowski • Symphonie Nr. 4 f-moll op. 36

Musik voll slawischer Seele steht am Programm dieses Abends. Krzysztof Penderecki, einst ein Vorreiter der wilden Avantgarde der 60er-Jahre, hat sich in seinem vielfältigen Schaffen immer mehr der Tradition ange­nähert. Auf originelle Art hat er Melodie und Rhythmus wieder entdeckt, eignete sich alte Formen mit sprudelnder Phantasie an, wie in seiner Serenade die barocke Passacaglia und das romantische Larghetto. Heute zählt Penderecki zu den »lebenden Klassikern« der Musik.

Sergej Rachmaninow, einer der genialsten Pianisten aller Zeiten, ist als Komponist bis heute umstritten. Ist seine rauschhafte Musik zu schön, zu intim, zu expressiv? Sie ist vor allem wahrhaftig, kündet von den depressiven Schüben ihres Schöpfers und findet gerade in den späten Paganini-Variationen zu größter harmonischer Meisterschaft. Das letzte der Capricci des »Teufelsgeigers« verbindet Rachmaninow mit dem ewigen Thema des »Dies irae«, aber auch mit Jazzigem und Tänzerischem – war das Stück doch eigentlich für ein Ballett gedacht. Anika Vavic hat laut Daniel Barenboim »die große Gabe, das Klavier in symphonischem Sinne zu spielen, als ob mehrere Instrumente erklingen würden.« Ein Tasten­feuerwerk mit leuchtenden Orchesterfarben ist zu erwarten.

Im zweiten Teil wird Gérard Korsten die 4. Symphonie von Tschaikowski gestalten. Dieses Werk begründete den Welterfolg des Komponisten. Der mitunter gewählte Beiname »Fatum« stammt nicht von Tschaikowski. In seinen Briefen ist allerdings von einer »musikalischen Seelenbeichte« und einer an Beethovens »Fünfter« orien­tierten »Schicksalssymphonie« die Rede. Weit spannt sich der Bogen dieser glühenden, leidenschaftlichen Musik von tiefer Schwermut zu jubelnder Freude, von feiner, lyrischer Klangpoesie zu auftrumpfenden russischen Tänzen.


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