Symphonieorchester Vorarlberg
 

Konzert 6

montforthaus feldkirch: Sa 13. Mai 2017, 19.30 h
festspielhaus bregenz: So 14. Mai 2017, 19.30 h
Gérard Korsten • Dirigent
Xavier de Maistre • Harfe
Georg Friedrich Haas • chants oubliés
Francois Boieldieu • Harfenkonzert C-Dur
Wolfgang A. Mozart • Maurerische Trauermusik KV 477
Franz Schubert • Streichquartett Nr. 14 d-moll D 810 »Der Tod und das Mädchen«

Ein Meister der Musik der Gegenwart aus Vorarlberg steht am Beginn dieses Programms: Georg Friedrich Haas. Dabei ist Graz seine Geburtsstadt, doch die Kindheit in den Bergen am Rhein hat ihn nachhaltig geprägt, wie er selber erzählt. Sein Werk »chants oubliés« schrieb er 2011 für ein in Streicher, nämlich vier Streichquartette, und von Kontrabässen unterstützte Bläser geteiltes, diffiziles Kammerensemble. »Der Titel bezieht sich auf Spätwerke von Franz Liszt – Valses oubliés, Romance oubliée«, so der Komponist. »Liszts Technik, einstimmige Melodien in einen Klangraum zu stellen – häufig in die Klanglichkeit des Klaviers – wird hier in die Möglichkeiten eines Kammerorchesters übertragen«.

Mit Chefdirigent Gérard Korsten musiziert der gefeierte Xavier de Maistre, der moderne Paganini der Harfe, eine kostbare Rarität aus seiner Heimat Frankreich. François-Adrien Boieldieu, ein Zeitgenosse Beethovens, war einer der ersten Meister der »Opéra comique« und ist heute fast nur mehr durch »La dame blanche« und eine virtuose Tenorarie daraus bekannt. Doch auch sein 1801 entstandenes Harfenkonzert enthält feine Musik voll Esprit, brillan­tem Witz und gesanglichem Zauber.

Mozarts für die Freimaurerloge verfasstes Orchesterstück ist eine der berührenden Trauermusiken der Musikgeschichte, gerade in seiner kunstvollen Einfachheit. Franz Schuberts Quartett mit den überirdisch schönen Variationen über »Der Tod und das Mädchen« gehört zu jenen Werken, in denen sich der Komponist den »Weg zur großen Symphonie bahnen« wollte – und dabei unglaublich zeitlose, in die Moderne vorpreschende, tief berührende Kammermusik schrieb. Gustav Mahler, ein Seelenverwandter Schuberts, hat aus dem Werk wirklich eine Symphonie für Streichorchester gemacht.


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