Symphonieorchester Vorarlberg
 

Konzert 6

Festspielhaus Bregenz: Do 16. Mai 2019, 19.30 Uhr • ABO Bregenz
Festspielhaus Bregenz: Sa 18. Mai 2019, 19.30 Uhr • ABO Feldkirch
Kirill Petrenko • Dirigent
Gustav Mahler • Symphonie Nr. 8 Es-Dur | »Symphonie der Tausend«

Sopran • Sara Jakubiak
Sopran • Elza van den Heever
Sopran • Letizia Scherrer
Mezzosopran • Claudia Mahnke
Mezzosopran • Daniela Sindram
Tenor • Norbert Ernst
Bariton • Boaz Daniel
Bass • Kwangchul Youn

Bachchor Salzburg
Bregenzer Festspielchor
Kinderchor der MMS Bregenz-Stadt
Alois Glaßner • Einstudierung
Benjamin Lack • Einstudierung
Wolfgang Schwendinger • Einstudierung

Konzertsponsor
UNIQUA


DIE SYMPHONIE DER TAUSEND

»Denken Sie sich, dass das Universum zu tönen und zu klingen beginnt. Es sind nicht mehr menschliche Stimmen, sondern Planeten und Sonnen, welche kreisen«. So beschrieb Gustav Mahler seine gewaltige 8. Symphonie, die man als eine »der Tausend« bezeichnet hat. Weil sie angeblich so viele Mitwirkende erfordert. Nun, das riesige Orchester, die drei Chöre, die acht singenden Solistinnen und Solisten bringen nahezu jedes Konzertpodium an ­die Grenzen seines Fassungsvermögens, aber tausend ­Menschen sind es nicht, die da musizieren.

Auf den mittelalterlichen Hymnus vom Heiligen Geist – »Veni creator spiritus« – folgt der hymnische Schluss aus Johann Wolfgang Goethes zeitlosem Weltendrama »Faust«. Die Symphonie als Welterklärung, wie sie dem Komponisten vorschwebte, wird zu Beginn des 20. Jahrhunderts und knapp vor dessen großen Katastrophen, die der »Zeitgenosse der Zukunft« Mahler voraussah, aber nicht mehr erlebte, zu einem oratorischen Drama im Konzertsaal. Das Autobiographische tritt zurück. Die Apotheose der Erlösung, die Vergeistigung des suchend-sündigen Menschen endet in den mystischen Sätzen Goethes: »Alles Vergängliche ist nur ein Gleichnis. Das Unzulängliche, hier wirds Ereignis. Das Unbeschreibliche, hier wirds getan. Das Ewig-Weibliche zieht uns hinan.« Die Symphonie mit ihrer strahlend klassischen Dominanz von Es-Dur war bei der Uraufführung 1910 in München Mahlers größter Erfolg zu Lebzeiten.

Kirill Petrenko, einer der faszinierendsten Dirigenten der Gegenwart, Münchner Generalmusikdirektor und demnächst Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, setzt damit den singulären Mahler-Zyklus mit »seinem« Vorarlberger Symphonieorchester fort. Aus Bregenz kommen der Festspiel- und der Kinderchor, aus Salzburg der Bachchor, aus aller Welt die Riege hochkarätiger Sängerinnen und Sänger.


Fenster schließen
Karte direkt bei v-ticket bestellen
Im untenstehenden Bereich bestellen Sie direkt bei v-ticket eine Konzertkarte!