Symphonieorchester Vorarlberg
 

Oper

vorarlberger landestheater, sov-termine zur auswahl:
Fr 3. Februar 2017, 19.30 Uhr
So 5. Februar 2017, 16.00 Uhr
Di 14. Februar 2017, 19.30 Uhr
Mo 20. Februar 2017, 19.30 Uhr
So 26. Februar 2017, 19.30 Uhr
Michael Hofstetter • Dirigent
Alexander Kubelka • Regie

C. W. Gluck • Orpheus und Eurydike
Ranieri de‘ Calzabigi • Libretto

Oper in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Kooperation mit dem Vorarlberger Landestheater

Der aus der Oberpfalz stammende Christoph Gluck, später Ritter von Gluck, hasste kaum etwas mehr als seinen zweiten Taufnamen und verwendete ihn nie. Leider blieb die Nachwelt unerbittlich und so ist der Willibald mit ihm unsterblich geworden. Überhaupt hatte die Nachwelt so ihre Probleme mit dem Meister der ganz traditionellen italienischen Opera seria, der da plötzlich, so nach 1760 in Paris und bereits als arrivierter Komponist, die Versatzstücke der alten Oper wie Koloraturenkünste, Gefühlsbespiegelung in den unerbittlich aufeinander folgenden Arien, weitschweifige Nacherzählungen und Unterwürfigkeit gegenüber Primadonnen und Kastratenstars über Bord warf und das Musiktheater radikal reformierte. Vorbilder gab es, besonders aus Neapel, aber keiner war so konsequent wie Ritter Gluck. Plötzlich gab es auf der Opernbühne dramatische Aktion, lange Ensembleszenen, wilde Tänze und Dialoge zwischen Personen und Chören. Plötzlich war Theatermusik ergreifend einfach und effektvoll theatralisch.

Die Probleme der Nachwelt entstanden aus der oft unfairen Gegenüberstellung von Glucks markantem, neoantikem Stil mit der verfeinerten Opernpsychologie Mozarts, aus dem Wirrwarr französischer, italienischer und eingedeutschter Versionen und wohl auch aus der Tatsache, dass nachfolgende Genies wie Berlioz, Wagner und Richard Strauss sich bemüßigt fühlten, die Werke ihres verehrten Vorläufers in ihre jeweilige Zeit zu adaptieren, nicht szenisch wie heute, sondern musikalisch. Doch Glucks wirkungsvolle Energie verträgt sich schwer mit spätromantischer Emphase. In unserer Zeit sind Glucks Reformopern besonders bei Festspielen vertreten, weniger im Opernrepertoire – mit einer Ausnahme: »Orpheus und Eurydike« ist immer ein »Klassiker« der Opernbühne geblie­ben. Kein Wunder, denn hier wird die uralte Sage vom griechischen Sänger Orpheus und seiner Reise in die Unterwelt zum echten, anrührenden Klangereignis. Mit der Klage um die verlorene Geliebte und dem »Reigen seliger Geister« glückten Gluck noch dazu seine einzigen »Weltschlager«.


Fenster schließen
Karte direkt bei v-ticket bestellen
Im untenstehenden Bereich bestellen Sie direkt bei v-ticket eine Konzertkarte!