Die Verschiebung aus dem November 2021 hat vor allem dank der raschen Zusage von Ehrendirigent Gérard Kosten und Hornist Daniel Loipold so rasch geklappt! Nun ist es bald soweit: unser KONZERT 3 mit einem abwechslungsreichen Programm quer durch die Wiener Klassik kann wohl vor vollen Sälen und einem 3G-Zutritt über die Bühne gehen! – Es gibt noch Tickets für beide Spielorte: bringen Sie also liebend gerne Freund|innen, Verwandte und Bekannte mit!
Das SOV freut sich schon ungemein auf das gemeinsame Musizieren mit dem langjährigen Leiter und „Ehrendirigenten auf Lebenszeit“ und auch Gérard Korsten selbst sprach schon im November davon, wie schön es sei, wieder zu seiner „österreichischen Familie“ zurückzukehren. Mehr von Gérard Korsten und dem gesamten Programm hören Sie im Podcast SOV ZUM REINHÖREN – zu finden auf unserer Webseite, und überall dort, wo es Podcasts gibt.
Mozart im ersten Teil
Die spritzige Symphonie Nr. 22 erklingt zur Eröffnung: Mozart war 17jährig gerade mit seinem Vater von einer Italienreise (Oktober 1772 bis März 1773) zurückgekehrt und die Eindrücke dieser Reise spiegeln sich in den danach entstandenen Kompositionen wider. Mit nur drei Sätzen ist sie ganz wie eine italienische „Sinfonia“ gebaut und könnte glatt – wie damals in Italien üblich – als eine Opern-Ouvertüre durchgehen. Vor dem inneren Auge des Publikums kann sich also der Vorhang heben…
…um die Bühne freizugeben für den jungen Kärntner Hornisten Daniel Loipold, Solohornist des Brucknerorchester Linz, welcher Mozarts Hornkonzerte Nr. 2 und Nr. 3 präsentieren wird. Hornkonzert Nr. 2, ein etwas kleineres Format, ist bekannt durch seine mitreißende Melodie und die humorvoll dargestellte Jagd im 3. Satz, das 3. Konzert hingegen ist ein „großes“, in welchem nun der Hornist wirklich alle Stückerln spielen kann: angefangen bei einer Kadenz im ersten Satz über wunderbar gesangliche Passagen im zweiten und flotter Zwiesprache mit dem Orchester im dritten Satz.
Beethoven im zweiten Teil
„So pocht das Schicksal an die Pforte“, soll Beethoven angeblich seine 5. Symphonie erklärt haben. Das pochende Vier-Ton-Motiv, welches wohl weltweit das bekannteste Motiv der klassischen Musik geworden ist, kann durchaus mit Beethovens persönlichem Schicksal der beginnenden Taubheit in Zusammenhang gebracht werden. Doch wer das Werk nur auf dieses Motiv reduzieren möchte, weil es halt gut im Ohr bleibt, wird Beethoven in keinem Fall gerecht, sehen doch viele die Fünfte auch als musikalische Ausformulierung einer zentralen aufklärerischen Botschaft, nämlich: „per aspera ad astra“. Und tatsächlich ist jedem Takt der Symphonie dieses Ankämpfen gegen Leid, gegen Unterdrückung und Schrecken, dieses verzweifelte Ringen um Licht und Luft, anzuhören. Die Musik zieht uns als Hörer|innen hinein in diesen Kampf und lässt uns miterleben, mitfühlen, wie rau der Weg zu den Sternen sein kann, wie groß und golden der Triumph in ihrem Finale.
Konzert 3
Samstag, 26. Februar, 19.30 Uhr, Montforthaus Feldkirch
Sonntag, 27. Februar 2021, 17.00 Uhr, Festspielhaus Bregenz
Dirigent: Gérard Korsten
Horn: Daniel Loipold
W. A. Mozart: Symphonie Nr. 22 C-Dur KV 162
W. A. Mozart: Konzert für Horn und Orchester Nr. 2 Es-Dur KV 417
W. A. Mozart: Konzert für Horn und Orchester Nr. 3 Es-Dur KV 447
Pause
L. v. Beethoven: Symphonie Nr. 5 c-Moll op. 67
Dauer: ca. 100 Minuten (inkl. Pause)