Freund|innen von neuer Musik und Literatur, Interessierte, Neugierige und vielleicht Mutige dürfen sich den 5. November vormerken, da findet nämlich im großen Sendestudio des ORF Vorarlberg das texte & töne festival 22 statt. Ensemble plus, literatur:vorarlberg, der ORF und das SOV laden ein und bringen von 15.00 – 23.00 Uhr einen großen Bogen von NEUEM auf die Bühne! Das Publikum kommt und geht, wann immer es möchte, der Eintritt ist frei.
Das Ensemble plus spielt Werke von Gerald Futscher, Rudi Spring, Wolfgang W. Lindner, Nikolaus Brass, Eliott Carter, Wladimir Rosinskij und Benny Omerzell, darunter 5 Uraufführungen.
Die literatur:vorarlberg hat aus Anlass ihres 40jährigen Bestehens sechs Literat|innen geladen, lyrische Texte zum Thema „Das Fest“ zu verfassen: Sie hören Erika Kronabitter, Jürgen-Thomas Ernst, Sarah Kuratle, Renate Aichinger, Ingrid Maria Kloser und Norbert Mayer.
Der ORF bietet den Rahmen und zeichnet das gesamte Festival auf. Jasmine Ölz-Barnay und Eva Teimel werden moderieren und die Künstler|innen auf die Bühne bitten. Tonmeister Christoph Maria Holzer und Musikaufnahmeleiter Stefan Höfel sorgen für den guten Ton; Stefan Höfel wird außerdem für die Ausstrahlung am 6. Dezember ab 19.30 Uhr auf Ö1 die Sendung gestalten.
Das SOV hat zur Primetime ein herausforderndes Programm entworfen: Die alljährliche Auftragskomposition wurde an den Bratschisten, Dirigenten und Komponisten Wladimir Rosinskij vergeben, der in diesem Jahr seinen 60. Geburtstag feiert. Sein Concerto grosso Tunnels of Coliseum-2 entstand unter dem Eindruck der Pandemie und spielt mit der Suche nach Auswegen aus endlosen Tunnel von Krisen. Flankiert wird Rosinskijs energiegeladenes Werk von Kaija Saariahos Flötenkonzert Aile du songe mit Solist Alessandro Baticci, und Klaus Langs Komposition ionisches licht. In Aile du songe, übersetzt „Traumflügel“, bekommt die Flötenstimme Flügel, steht für Freiheit und Lebensfreude und gibt damit eine Gegenstimme zu Rosinskijs Tunnels ab – so wie auch ionisches licht, das mit langsam und subtil changierenden Klangflächen einen Eindruck von Helligkeit und Klarheit erzeugt.