Ich freue mich sehr, Ihnen die neue Saison des SOV präsentieren zu können, denn sie verspricht sehr aufregend zu werden. Unser Orchester wird mit seinem ganz typischen Engagement und der ihm eigenen Energie diesmal eine breite Palette von Musikstilen erkunden.
Meine Programme enthalten ausschließlich Werke, die das Orchester noch nie zuvor gespielt hat, und wie immer kann ich es kaum erwarten, die Probenwochen mit meinen Musikerkolleg | innen zu beginnen! Ich freue mich sehr, dass meine Freundin Antje Weithaas mit dabei ist, deren tiefgründige und ehrliche Musikalität sicher für eine sehr bewegende Aufführung von Alban Bergs Violinkonzert sorgen wird. Außerdem wird unsere gemeinsame Reise durch einige der großen Symphonien von Anton Bruckner nun mit seiner monumentalen 8. Symphonie ihren Höhepunkt erreichen, immerhin begehen wir 2024 seinen 200. Geburtstag.
Fast ebenso groß und bedeutend sind Dmitri Schostakowitschs 8. Symphonie und die Alpensinfonie von Richard Strauss – meiner Meinung nach zwei der größten symphonischen Werke des 20. Jahrhunderts, gewaltig in Umfang und Wirkung.
Meine Studienjahre in Finnland haben mich sehr geprägt, insbesondere die Musik von Jean Sibelius. Es wird mir daher eine besondere Freude sein, seine frische und kompakte 3. Symphonie mit unserem Orchester zum Leben zu erwecken. Auf dem Programm eben dieses Konzerts steht auch das humorvolle Flötenkonzert von Carl Nielsen, gespielt von Joséphine Olech, einer der talentiertesten Flötistinnen unserer Zeit.
Ich bin glücklich, dass Jonathan Brandani nach seinem fantastischen Dirigat zweier Opern bei den Bregenzer Festspielen 2022 unsere Saison bereichern wird. Außerdem ist es wundervoll, unseren ehemaligen Konzertmeister Hans Peter Hofmann in einem Konzert mit Johanna Bilgeri wieder begrüßen zu dürfen. Die Fagottistin und Tochter unseres Soloposaunisten ist eines der brillantesten Nachwuchstalente der Region.
Nach unserem Besuch in Salzburg in der letzten Saison empfinde ich es als starkes Zeichen, dass das Orchester wieder an prominenter Stelle außerhalb von Vorarlberg unterwegs sein wird, diesmal im Wiener Konzerthaus mit Felix Mendelssohn Bartholdys Oratorium Paulus. Es war wunderbar, im Salzburger Publikum eine Unterstützergruppe aus Vorarlberg zu haben, und ich hoffe, dass möglichst viele von Ihnen auch die Aufführung in Wien besuchen können.
Bitte kommen Sie und begleiten Sie uns in einer Saison, die eine der abenteuerlichsten des SOV zu werden verspricht! Wir können es kaum erwarten, Sie willkommen zu heißen!
With every good wish,
Leo McFall
Chefdirigent